Solartechnik
Die Sonne liefert uns täglich ein enormes Energiepotential, das in Deutschland den
Primärenergieverbrauch um das Achtzigfache übersteigt.
Inzwischen sind Solaranlagen zur Wärmeerzeugung zu einer ausgereiften Technik geworden.
Einfallendes Sonnenlicht wird durch Absorber im Kollektor in Wärme umgewandelt.
Solaranlagen werden fast immer bivalent betrieben. Zur Solartechnik wird
dem Pufferspeicher noch Wärmeenergie aus anderen Energiequellen wie fossilen Energieträgern,
Biomasse oder Strom angeboten.
Prinzip
Der Kollektor wandelt Sonnenlicht in Wärme um. Dabei
werden die Sonnenstrahlen mit Hilfe des prismierten
Solarsicherheitsglases auf den Absorber gelenkt und
das Solarfl uid erwärmt Diese erhitzte, frostsichere Trägerfl
üssigkeit transportiert die erzeugte Wärme mit
Hilfe von Umwälzpumpen über ein Rohrsystem vom
Absorber zum Wärmetauscher des Solarspeichers.
Nach Abgabe der Wärme an den Brauchwasserspeicher
strömt die abgekühlte Flüssigkeit zum Kollektor
zurück. |
Funktionskizze einer Solaranlage
(Quelle: Citrin Solar) |
Anwendung
Solare Trinkwassererwärmung
Die Trinkwassererwärmung ist die naheliegendste
Anwendung. Der über das gesamte Jahr konstante
Warmwasserbedarf lässt sich gut mit dem solaren
Energieangebot kombinieren. Im Sommer kann der
Energiebedarf für die Trinkwassererwärmung nahezu
vollständig von der Solaranlage abgedeckt werden.
Dennoch muss die konventionelle Heizung unabhängig
von der wetterabhängigen solaren Erwärmung
in der Lage sein, den Warmwasserbedarf decken zu
können.
Solare Heizungsunterstützung
Die Sonnenergie lässt sich auch zur Heizungsunterstützung
verwenden. Allerdings kann die Solaranlage
nur dann Wärme abgeben, wenn die Rücklauftemperatur
der Heizung niedriger ist als die Temperatur
des Sonnenkollektors. Ideal sind deshalb großfl ächige
Heizkörper mit niedrigem Temperaturniveau oder auch
Fußbodenheizungen.