Brauchwarmwasserspeicher
Brauchwarmwasserspeicher sind mit Trinkwasser gefüllte Speicher (Druckspeicher).
Meistens ist die Leistung des Heizwärmebedarfes deutlich niedriger als der Leistungsbedarf
der Brauchwassererzeugung.
Um beispielsweise ein Einfamilienhaus herkömmlicher Bauweise (ca. 150m²) zu beheizen,
reicht bei –15°C eine Wärmeerzeuger mit ca.15 kW aus. Die Heizung leistet
15 kW in der Stunde.
Werden zwei Duschen gleichzeitig benutzt dann verbraucht man in 10 Minuten ca. 80
Liter Wasser mit 35°C. Notwendig dafür ist ein Wärmeerzeuger mit einer Leistung von
etwa 36 kW.
Mit einer Spitzenleistung von 36 kW wäre eine Heizanlage für dieses Haus weit überdimensioniert.
Diese Anlage hat dann wenig Brennerlaufzeiten und viel Stillstand und
ist somit unwirtschaftlich.
Prinzip
Das Kesselwasser des Wärmeerzeugers wird in einem
gewendelten Rohr durch den Brauchwasserspeicher
geleitet.Dabei erwärmt es im Durchfl uss das Brauchwasser.
Der Brauchwasserspeicher sollte auf die Anzahl der
Person im Haushalt abgestimmt sein.
In aller Regel werden die Speicher zusammen mit dem
Kessel geplant und installiert. Eine moderne Kesselsteuerung
hat eine Hygieneschaltung, die in defi nierten
Zeitintervallen das komplette Speichervolumen soweit
aufheizt, damit keine Verkeimung im Brauchwasserspeicher
entsteht. |
System:
Brauchwasserspeicher
(Quelle: Paradigma) |
Anwendung
Brauchwasserspeicher dienen dazu mit relativ kleinen
Primärleistungen entsprechend große Brauchwasservolumen
zum Baden oder Duschen erzeugen
zu können. Sie dienen ausschließlich zur Bevorratung
von Brauchwasser.
Vorteil:
- Brauchwasserspeicher sind kostengünstig in der
Anschaffung und einfach zu installieren.
- Es besteht keine Schüttmengenbegrenzung, das
heißt: es können beliebig viele Zapfstellen entnehmen,
solange bis der Speicher kein Warmwasser mehr beinhaltet.
- Keine zusätzlichen Pumpen notwendig, weil das
Frischwasser durch den bestehenden Leitungsdruck
bewegt wird.
Nachteil:
- Brauchwasserspeicher bevorraten Frischwasser,
es entsteht bei der Lagerung von nicht ausreichend
hochtemperiertem Wasser eine Gefährdung durch
Verkeimung (Legionellen). Die Hygieneschaltungen
bedeuten einen Energiemehrverbrauch.
- Bei entleertem Brauchwasserspeicher braucht es
Zeit bis wieder ausreichend Warmwasser zur Verfügung
gestellt werden kan
- Brauchwasser hat Vorrang. Solange eine Anforderung
an den Kessel für Brauchwassererwärmung
besteht werden die Heizkreispumpen deaktiviert. Es
kann also durchaus passieren, dass die Wohnraumtemperatur
im Falle von ungeplant großer Brauchwasserentnahmen
absinkt.