Ziegelbau

Der Ziegel zählt seit jeher zu den meist verwendeten Baustoffen. Ziegel wird aus gebranntem Ton hergestellt und ist mit den zahlreich existierenden Ausführungen für die verschiedensten Gebäudetypen optimiert.

Energieeffizienz & Ökologie

Für das energetische Bauen sind besonders die Außenwände zu berücksichtigen. Außenwandziegel bestehen aus Ton und Zuschlagstoffen, welche für das energetische Bauen optimiert wurden.

Wärmebrückenfreie Planung bestimmt zunehmend die energetischen Konzepte im Bau. Energetische Hochleistungsziegel werden heute wärmebrückenoptimiert im Dünnbett verlegt. Somit erreichen energetische Ziegelwandsysteme in monolithischer Ausführung momentan U-Werte je nach Einbaustärke von 0,18 bis 0,14.

Über die gesamte Lebensdauer (von der Herstellung bis zum Recycling) stellt der Ziegel im Vergleich zu anderen Baustoffen einen sehr nachhaltigen Baustoff dar. Aufgrund der vorwiegend einschaligen, ausführungssicheren Bauweise ohne Zusatzdämmung sind Ziegelgebäude weitgehend sortenrein recycelbar. Hocheffi ziente Verfahren zur Trennung von Ziegeln und Mörtelresten sind verfügbar. Bei einem selektiven Rückbau können Ziegel ausgebaut, ggf. bearbeitet und neuen hochwertigen Verwendungsmöglichkeiten zugeführt werden. Weitere derzeitige Einsatzgebiete für Ziegelsplitt sind Packlagen im Wegebau oder fein gemahlene Beläge für Sportplätze, Garten- und Parkwege.

Raumregulierende Wirkung

Durch die Massenträgheit reagieren Massivbauten weniger stark auf Temperaturschwankungen. Die Wärme kann somit über einen längen Zeitraum gespeichert und wieder abgegeben werden.

Diese positiven Eigenschaften sollten in die Planung des Hauskonzeptes einfließen.

Die Wirkung von tonhaltigen, porigen Baustoffen, Feuchte und Temperatur zu regeln, wird sogar als speicherndes Medium in Holzhäusern eingesetzt, um einem zu trockenen Raumklima entgegenzuwirken.

Die Ableitung von Überhitze erfolgt bei Massivbauten weit effi zienter als bei Leichtbauweisen. Hierfür wird ein Faktor von 2,4 angenommen.

Schallschutz

In der zunehmend hektischen und lauten Gegenwart wächst das Bedürfnis des Einzelnen nach Rückzugsund Ruheräumen. Somit rückt der Schallschutz, auch wenn für das EFH derzeit keine gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen sind, immer mehr in den Planungsvordergrund. Besonders im Geschoßwohnbau sind erhöhte Schallschutzanforderungen wünschenswert.

Um guten Schallschutz zu gewährleisten, sind die richtigen Baustoffe zu verwenden und die technischen Einbindungen müssen genau überdacht, geplant und ausgeführt werden. Neueste Entwicklungen, wie mit speziellen Granulaten gefüllte Ziegel, bieten neben hervorragenden Dämmeigenschaften auch einen sehr guten Schallschutz.

Da Nachbesserungen im Schallschutz in den meisten Fällen nicht oder nur schwer möglich sind, ist ein Objekt mit einem mangelhaften Schallschutz nicht nur ein großes Ärgernis, sondern mindert den Wert der Immobile beträchtlich.

Brandschutz

Baustoffe werden, je nach Brennbarkeit, in verschiedene Baustoffklassen eingeteilt. Ziegelmauerwerk ist als nichtbrennbares und feuerbeständiges Bauteil der Klasse A1 für tragende und nichttragende Wände klassifi ziert. In der Regel erfüllen Wandkonstruktionen aus Ziegel damit die geforderten Brandschutzbestimmungen im Hochbau.

MASSIVBAU - DAS KfW 40 HAUS

Durch die hohen Fördermöglichkeiten und den geringen Energieverbrauch ist das KfW 40 Haus der Quasi-Standard für die nächsten 10 Jahre. Dieser Haustyp erfordert eine hervorragend gedämmte Gebäudehülle in Verbindung mit einer optimierten Heizungsanlage. Nach den Bestimmungen der KfW-Bankengruppe müssen Gebäude, die eine Kfw 40 Förderung erhalten sollen, folgende Anforderungen einhalten:
Jahresprimärenergiebedarf nach EnEV max. 40 kWh/m2a
Spezifische Transmissionswärmeverluste HT` unterschreitet EnEV um mind. 45 %. Der Massivbau eignet sich, durch seine Möglichkeit zur Wärmespeicherung, sehr gut für diesen Haustyp. Beim Bau ist zu beachten, dass alle geplanten Wärmebrückendetails genauestens umgesetzt werden. Das KfW-Energiesparhaus 40 ist eine Steigerung des KfW-Energiesparhaus 60: sowohl in Bezug auf die energetischen Anforderungen die eingehalten werden müssen, als auch auf die förderungsfähige Höchstsumme und deren Zinssätze.

Heizwärmebedarfsanalyse

Primärenergiebilanz + 65 – 105 = - 40 kWh(m²a)
Das Gebäude benötigt 40 kfWh(m²a) Primärenergiebedarf
um mit Heizenergie und Warmwasser versorgt zu werden.

 

MASSIVBAU - DAS KfW 60 HAUS

Wegen des bedeutsamen Einsparpotenzials im Gebäudebereich hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Programm aufgelegt, das Gebäude, die einen bestimmten Energiebedarf nicht überschreiten, fördert.

Nach den Bestimmungen der KfW-Bankengruppe müssen Gebäude, die eine KfW 60 Förderung erhalten sollen, folgende Anforderungen einhalten:
• Jahresprimärenergiebedarf nach EnEV max. 60 kWh/m2a
• Spezifische Transmissionswärmeverluste HT` unterschreitet EnEV um mind. 30 %

Um diese Anforderungen zu erreichen, muss die Heiztechnik, sowie die energetische Qualität der Gebäudehülle optimal aufeinander abgestimmt werden. Nach Aussage führender Politiker und Wirtschaftsfachleute soll der jetzt noch gültige EnEV-Standard 2007 bald durch den KfW 60 Standard ersetzt werden.

Das energetische Konzept soll auf die positiven Eigenschaften der Gebäudehülle abgestimmt werden. Energie vermeiden, ist oft besser als eine teure Heizanlage.

Heizwärmebedarfsanalyse

Primärenergiebilanz + 65 – 105 = - 60 kWh(m²a)
Das Gebäude benötigt 60 kWh(m²a) Primärenergiebedarf um
das Gebäude mit Heizenergie und Warmwasser zu versorgen

 

MASSIVBAU - DAS PASSIVHAUS

Das Passivhaus erhält momentan nach den Förderrichtlinien der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die gleichen Förderungen wie das KfW 40 Haus.

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in welchem ein komfortables Innenklima im Wesentlichen ohne Heizung und Klimatisierung erreicht werden kann. Das Haus heizt und kühlt sich „von selbst“. Es ist zwar eine Heizung vorhanden, sie wird jedoch nur bei extremer Kälte benötigt. Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Im Vergleich zum NEH benötigt ein Passivhaus 80%, im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude über 90% weniger Heizenergie.

Um diese Anforderungen zu erreichen, wird das Prinzip
„WÄRMEVERLUSTE MINIMIEREN – WÄRMEGEWINNE MAXIMIEREN“ angewendet.

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Heizwärmebedarfsanalyse

Primärenergiebilanz + 73 – 95 = - 22 kWh(m²a) (incl.WW)
Das Gebäude benötigt 22 kWh(m²a) Primärenergiebedarf um
das Gebäude mit Heizenergie und Warmwasser zu versorgen

 
     
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